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Postkarte Vianden mit Burg und Hockelsturm, Ansicht von der Fouhrenerstrasse

Curatorsnoot

Die Burg steht hier als Ruine, nicht als Denkmal. Zwischen der teilweisen Abtragung von 1852 und den Restaurierungen des späten zwanzigsten Jahrhunderts lagen mehr als hundert Jahre, in denen Vianden nur noch sich selbst hatte, um die Geschichte weiterzugeben, und diese Karte fängt genau diese Zwischenzeit ein.
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Luxemburgische Postkarte vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts mit einem schwarzweißen Lichtdruck des Städtchens Vianden, gesehen vom Weg aus Fouhren. Das Bild zeigt oben links auf seiner Felsposition die berühmte Burg Vianden, am Fuß des Hügels die Dächer des ummauerten Städtchens mit seinem Kirchturm in der Mitte, und rechts in mittlerer Entfernung den Hockelsturm, einen der ursprünglichen Verteidigungstürme der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Im Hintergrund die wellige Hügellandschaft des Öslings. Oben die zweisprachige Bildunterschrift "Vianden. Vue de la route de Fouhren — Ansicht von der Fouhrenerstrasse." Die Rückseite trägt die dreisprachige Kopfzeile "Postkarte — Carte postale — Post Card" und "Weltpostverein — Union postale universelle" in rotbrauner Tinte, mit geteilter Rückseite. Die Rückseite ist unbeschrieben und ungelaufen. Die Karte ist in gutem Zustand.

Die Burg Vianden, zwischen dem elften und vierzehnten Jahrhundert auf den Fundamenten eines spätrömischen Castellums errichtet, war jahrhundertelang Sitz der mächtigen Grafen von Vianden, deren Besitzungen sich über ein Gebiet von der Größe des heutigen Großherzogtums Luxemburg erstreckten. Nach der Heirat von Heinrich I. von Vianden mit Marguerite von Courtenay, Nichte des französischen Königs, 1264 wurde die Burg im gotischen Stil umgebaut und erweitert. Im neunzehnten Jahrhundert verfiel der Komplex und wurde 1851 bis 1852 von König Wilhelm III. teilweise abgetragen und an einheimische Bauern verkauft, die Steine und Balken zum Wiederaufbau nutzten. Die großen Restaurierungen begannen erst in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, was bedeutet, dass diese Postkarte die Burg in einem ruinösen Zwischenzustand zeigt, monumentaler denn je durch ihren Verfall. Das Städtchen Vianden, vom französischen Schriftsteller Victor Hugo 1871 zu einem romantischen Reiseziel ausgerufen, entwickelte sich in den ersten Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts zu einem der wichtigsten Touristenorte Luxemburgs.

Afmetingen

H 8,9 x B 13,8 cm

Gewicht

5 gram

Luxemburgse ansichtkaart begin twintigste eeuw, zwart-wit lichtdruk totaalzicht Vianden met middeleeuwse burcht op heuvel en Hockelsturm, gezien vanaf de Fouhrenerstrasse
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