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Gipsbüste Ludwig van Beethoven bemalt circa 1930

Curatorsnoot

Die zweifarbige Ausführung, Creme für das Inkarnat und Schwarz für die Kleidung, geht auf eine sehr alte Konvention der Porträtbüste zurück: die antiken Marmorporträts wurden im neunzehnten Jahrhundert oft in dieser kontrastierenden Kombination nachbemalt, um die Figur klarer vom Sockel zu lösen.
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Bemalte Gipsbüste von Ludwig van Beethoven, vermutlich gefertigt im zweiten Viertel des zwanzigsten Jahrhunderts. Kopf und der hoch gebundene Halsbinder sind in einem warmen Cremeton ausgeführt, Rock und Sockel in glänzend schwarzem Lack. Auf der Vorderseite des Sockels ist der Name Beethoven im Relief mitmodelliert. Am unteren Rand des schwarzen Lacks ist leichte Abnutzung sichtbar, dort, wo der Gips durch die Oberfläche bricht.

Der Typus geht auf die im neunzehnten Jahrhundert festgelegte Ikonografie zurück: die wilde Haarmähne, die schweren Augenbrauen, der nach innen gerichtete Blick. Die Lebendmaske, die Franz Klein 1812 vom Komponisten nahm, und die späteren Büsten von Hugo Hagen bildeten die ikonografische Grundlage für eine lange Reihe populärer Reproduktionen, die bis ins zwanzigste Jahrhundert in Wohnzimmern, Notenschränken und auf Klavieren standen. Diese Büste gehört zu dieser Tradition: keine Ateliersskulptur, sondern eine häusliche Ehrerbietung an den Komponisten, hergestellt für ein breites Publikum, das Beethoven einen Platz neben den Notenblättern geben wollte.

Afmetingen

H 19 cm

Gewicht

500 gram

Beschilderde gipsen buste van Ludwig van Beethoven, crème hoofd en zwart gelakte jas op sokkel, circa 1930
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